Brennofen

Der Keramik-Brennofen

In der Region gab es spätestens seit dem Mittelalter Orte, wie Coppengrave, Fredelsloh oder Boffzen, die sich auf die Herstellung von Keramikprodukten spezialisiert hatten. Die Töpfereien verwendeten örtlich vorkommende Tone, aus denen Kugeltöpfe, Grapen, Kugelkannen oder Becher hergestellt wurden.

Der Töpferofen folgt in seiner Konstruktion Vorbildern, wie sie in unserer Region im späten Mittelalter in Gebrauch waren. Er ist jedoch keine originalgetreue Rekonstruktion.

Es handelt sich hier um den sogenannten „liegenden Ofen“ mit Feuerungsraum, Ofensohle und ansteigendem Brennraum. Aus Gründen der Haltbarkeit und der Betriebssicherheit ist der Ofen im Inneren mit modernen Materialien gebaut und ein Schornstein angefügt. Die Außenhaut ist, wie bei mittelalterlichen Vorbildern, mit Lehm verputzt.

Im Ofen können Temperaturen von 1000 bis 1200 Grad erreicht werden. Damit ist die Herstellung von Irdenwaren und Ziegeleierzeugnissen möglich.

 

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