Pfostenhaus

Das Wohnstallhaus des Frühmittelalters


Eine Hofanlage des Frühmittelalters wie sie für das Stammesgebiet der Sachsen in Nordwestdeutschland typisch war, bestand aus einem großen Hauptgebäude und mehreren Nebengebäuden, wie Grubenhäusern, Scheunen und Speichern. Die gesamte Hofanlage war zum Schutz vor Tieren und Eindringlingen mit einem Zaun umgeben und wurde an Fluss- und Bachläufen errichtet. Häufig waren die zentralen Häuser einer Hofanlage sogenannte „Wohnstallhäuser“, in denen bis zu 12 Menschen und deren Tiere unter einem Dach lebten.

Im Frühmittelalter wurden die Baumstämme als Pfosten in den Boden eingebracht. Hierauf konnte dann das gesamte Hausgerüst des einschiffigen Gebäudes aufgebaut werden. Durch Öffnungen im Dach konnte der Rauch des offenen Feuers abziehen.

Das Haus hat Wände aus Weidengeflecht, die mit Lehm verstrichen sind. Die Streben zur Aussteifung des Hausgerüstes sind außen angesetzt. Das tief herabreichende Dach war ursprünglich mit Stroh und ist heute mit Reet gedeckt. 

Theme Redesigned by Jan Schametat - Based on Redesign by Kaushal Sheth and FluidityPowered by Website Baker - ©